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Woran erkenne ich LRS bei meinem Kind?

Ina Neuner6 Min. Lesezeit

Eine Lese- und Rechtschreibschwäche erkennen Eltern häufig zuerst am täglichen Kampf um die Hausaufgaben. Ihr Kind übt fleißig, doch die gleichen Wörter werden immer wieder falsch geschrieben. Buchstaben werden vertauscht, ganze Silben verschluckt, das Lesen bleibt stockend und mühsam. Dieser Beitrag beschreibt die typischen Anzeichen und ordnet ein, wann eine fachliche Abklärung sinnvoll ist.

Typische Anzeichen im Lesen und Schreiben

  • Langsames, stockendes Lesen auch nach mehreren Übungsdurchgängen
  • Häufige Verwechslungen ähnlich klingender oder aussehender Buchstaben (b/d, ei/ie)
  • Wörter werden lautgetreu, aber nicht regelkonform verschriftet
  • Große Diskrepanz zwischen mündlicher Leistung und schriftlichen Ergebnissen
  • Zunehmende Unlust, Frustration oder körperliche Symptome vor Deutschstunden

LRS ist keine Frage der Intelligenz

Kinder mit einer Lese-Rechtschreib-Störung sind in der Regel normal bis überdurchschnittlich intelligent. Ihre Schwierigkeiten liegen im Bereich der phonologischen Verarbeitung – also darin, Laute und Schriftzeichen sicher zu verknüpfen. Genau hier setzt eine fundierte Lerntherapie an.

Wann eine LRS-Diagnostik sinnvoll ist

Bleiben die Schwierigkeiten trotz regelmäßigem Üben über mehrere Monate bestehen, empfiehlt sich eine standardisierte Diagnostik. Verfahren wie die HSP (Hamburger Schreib-Probe), der DERET und der SLRT-II geben ein verlässliches Bild der Lese- und Rechtschreibleistung – Grundlage für einen passgenauen Förderplan.

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