Legasthenie und LRS – was ist der Unterschied?
Die Frage „LRS – was ist das eigentlich, und ist das dasselbe wie Legasthenie?“ hören wir in fast jedem Kennenlerngespräch. Beide Begriffe werden oft synonym verwendet, meinen aber nicht ganz das Gleiche.
Legasthenie: die medizinisch definierte Form
Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Störung) ist im Diagnosemanual ICD-11 als umschriebene Entwicklungsstörung klassifiziert. Sie ist andauernd, tritt trotz normaler Intelligenz und ausreichender Beschulung auf und hat eine neurobiologische Grundlage.
LRS: der schulische Sammelbegriff
„LRS“ wird in Schulen häufig breiter verwendet – auch für vorübergehende Lese-Rechtschreib-Schwächen, etwa nach Krankheit, Schulwechsel oder in anregungsarmen Lernphasen. Diese Kinder profitieren ebenfalls von gezielter Förderung, brauchen aber oft nicht dieselbe langfristige Begleitung wie legasthene Kinder.
Warum die Unterscheidung für die Förderung wichtig ist
Eine sorgfältige Diagnostik klärt, ob eine Legasthenie oder eine vorübergehende Schwäche vorliegt. Beides erfordert einen individuellen Förderplan – Umfang, Dauer und Methodik richten sich jedoch nach dem konkreten Profil Ihres Kindes.
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